Ich mach es kurz und bündig: Pandorum wollte neues Licht in das etwas dunkel gewordene Sci Fi-Genre bringen... und hat versagt, die unangefochtene Science-Fiction Nummer 1 im Jahre 2009 ist und bleibt J.J. Abrams' Star Trek. Dabei waren die Ideen und die Zutaten mehr als reichhaltig und hätten ein tolles 5-Sterne-Menü ergeben, hätte sich der deutsche Newcomer Christian Alvart nicht die Suppe versalzen lassen. Alvart hatte das Drehbuch für ein neues Sci Fi-Epos, das die Menschheit beim Expandieren ins All zeigt, bereits fertig, musste sich dann allerdings ein fremdes Drehbuch unterjubeln lassen und irgendwie zwei verschiedene Plotlines halbwegs stimmig miteinander verknüpfen. Das funktioniert die ersten 20 Minuten recht gut, der Spannungsbogen ist hoch, doch sobald Alvarts Ideen in den Hintergrund treten und eine nicht mehr aufhörende, langweilige Hetzjagd quer durch die Elysium beginnt, verschwindet die Klasse des Filmes und wir haben ein klassisches Alien 1-4. Dabei hätte es so schön werden können, zum Ende hin gibt es noch zwei gute Twists und man bekommt eine Ahnung, welche GROSSE Geschichte hinter Pandorum hätte stecken können.
Im Endeffekt bekommt man das Menü nur halb gegart und versalzen von Hollywood geliefert. Man war zu Kompromissbereit und presste mit Gewalt Action in einen Film, der auch mit wesentlich weniger sehr gut ausgekommen wäre. Vermutlich hat man versucht, sich an dem offensichtlich anspruchslosen Kinogänger zu orientieren, dem eine gute Story egal ist.
5/10 Punkten für "Pandorum", hoffentlich wird das noch was aus der Trilogie. 1 mal bearbeitet, zuletzt 4. Okt 2009, 02:06 Uhr
37 von 45 Benutzern fanden diese Rezension hilfreich.
Woher weisst du, welche Story Elemente von Alvart kommen und welche aus dem anderen Drehbuch? Ich fand die Handlung insgesamt sehr stimmig, spannend und auch den Spannungsbogen recht gut gelungen. Vor allem das ein Hinweis nach dem anderen gegeben wird, wie bei einer Rätselsuche ist sehr schön gemacht. Alles läuft auf ein starkes Finale raus wo noch mal ein paar existenzielle Fragen aufgeworfen werden.
Die größten Kritikpunkte sind, finde ich, dass soviel mit billigen Stereotypen gearbeitet wird. Aliens, die sich mit allerlei komischem Schmuck verzieren, der alte schwarze Irre, der Indianer als Kämpfer usw...
Insgesamt meiner Meinung nach aber ein guter SciFi Film und ne starke Leistung von Dennis Quaid.
Es wird auch keinen 2. Teil geben (ist auch nicht nötig) da der Film total gefloppt ist, in den US genauso wie hier.
Star Trek war btw. kaum SciFi, eigentlich nur Action... Pandorum scheint der einzige größere Science Fiction Film dieses Jahres zu bleiben.
Ich fand den nämlich sehr spannend, und ich bin ziemlich kritisch. Das einzige was mir nicht gefallen hat, war wie am Ende der eigentliche Clou, also dass Dennis Quaid mit sich selber redet, so kurz nur aufgezeigt wurde.. Aber es ging noch. Das Ende an sich auch interessant, aber wenn da keine (gute) Fortsetzung kommt, ist das ein Verbrechen - das deutet ja alles darauf hin. Ich mein, wir wissen gerade mal, dass die Aliens Mutierte seien KÖNNEN. Und was geschieht mit den über 1000 Überlebenden? Sind genug für eine Kolonisierung ohne Gendefekte (Grenzwert ist 500).
Ich mach es kurz und bündig: Pandorum wollte neues Licht in das etwas dunkel gewordene Sci Fi-Genre bringen... und hat versagt, die unangefochtene Science-Fiction Nummer 1 im Jahre 2009 ist und bleibt J.J. Abrams' Star Trek. Dabei waren die Ideen und die Zutaten mehr als reichhaltig und hätten ein tolles 5-Sterne-Menü ergeben, hätte sich der deutsche Newcomer Christian Alvart nicht die Suppe versalzen lassen. Alvart hatte das Drehbuch für ein neues Sci Fi-Epos, das die Menschheit beim Expandieren ins All zeigt, bereits fertig, musste sich dann allerdings ein fremdes Drehbuch unterjubeln lassen und irgendwie zwei verschiedene Plotlines halbwegs stimmig miteinander verknüpfen. Das funktioniert die ersten 20 Minuten recht gut, der Spannungsbogen ist hoch, doch sobald Alvarts Ideen in den Hintergrund treten und eine nicht mehr aufhörende, langweilige Hetzjagd quer durch die Elysium beginnt, verschwindet die Klasse des Filmes und wir haben ein klassisches Alien 1-4. Dabei hätte es so schön werden können, zum Ende hin gibt es noch zwei gute Twists und man bekommt eine Ahnung, welche GROSSE Geschichte hinter Pandorum hätte stecken können.
Im Endeffekt bekommt man das Menü nur halb gegart und versalzen von Hollywood geliefert. Man war zu Kompromissbereit und presste mit Gewalt Action in einen Film, der auch mit wesentlich weniger sehr gut ausgekommen wäre. Vermutlich hat man versucht, sich an dem offensichtlich anspruchslosen Kinogänger zu orientieren, dem eine gute Story egal ist.
5/10 Punkten für "Pandorum", hoffentlich wird das noch was aus der Trilogie.
1 mal bearbeitet, zuletzt 4. Okt 2009, 02:06 Uhr
37 von 45 Benutzern fanden diese Rezension hilfreich.
# 0 Kommentare