Justine feiert ihre Hochzeit im Landhaus ihrer älteren Schwester Claire. Kein schönes Fest: Erst bleibt die Stretch-Limo mit den Eheleuten stecken, die Mutter entpuppt sich als Furie, der Vater als Lustmolch, der Schwiegervater als korrupter Machtmensch, der stinkreiche Schwager als aufbrausendes Arschloch. Justine gibt sich auf dem Golfplatz einem Fremden hin. Claire versucht, Justine aus ihrer Depression zu befreien. Während der Planet Melancholia auf die Erde zurast und die Panik wächst, kommen die Schwestern einander näher.
Verbunden mit wunderbaren Schauspielerleistungen und einer herausragenden Vision ist
Lars von Triers selbsterklärter "schöner Film über das Ende der Welt" ein Höhepunkt des Kinojahres 2011. Nach einer Ouvertüre mit betörend pittoresken Szenen des nahenden Weltuntergangs folgen zwei Kapitel über die Schwestern. Hier lässt von Trier Humor und Zärtlichkeit aufblitzen wie selten und überlässt
Kirsten Dunst die Bühne zu ihrer besten Darstellerleistung.
- / - / 7,1