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1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde - Rezension

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SUPERiOR VIP 26. Dez 2008, 11:40 Uhr
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Ich geh mir mal eben die Lanze polieren

Hm, schwer bei so einem Film eine Rezension anzufangen.. Ich muss gleich sagen, dass ich ohne großen Erwartungen an den Film herangegangen bin, da ich mir schon bei dem Trailer auf der Keinohrhasen DVD gedacht habe „Bitte nicht, dass kann doch nur in die Hose gehen“.

Kurz zur Geschichte, die leider nach den ersten 10min. vorhersehbar ist : Til Schweiger spielt den schüchternen und jungfräulichen Ritter Lanze, der zu den besten Schwertkämpfern des Landes gehört und sich in die Tochter des Königs, Herzelinde, verliebt. Allerdings ist er nur ihr Bodyguard, einer Heirat stünde die mittelalterliche Standesgesellschaft im Wege.
Doch Ritter Lanze gibt nicht auf, als Prinzessin Herzelinde vom schwarzen Ritter entführt wird, versucht er mit seinem türkischen Kumpanen Erdal alles um sie aus den Händen des schwarzen Ritters zurückzugewinnen. Wer sich das Ende jetzt noch nicht denken kann, hat selber Schuld.. ;)

Zu den wenigen positiven Aspekten des Films gehören ganz klar die Darsteller, selten bzw. nie sieht man ein derartiges Aufgebot an deutschen Stars aus Film und Fernsehen, das ist schon beeindruckend. Allerdings möchte ich gar nicht daran denken, was man mit diesen Darstellern alles hätte machen können, anstatt eine derartig alberne und unlustige „Komödie“.
Positiv sind mir Thomas Gottschalk und Roberto Blanco aufgefallen, negativ Til Schweiger, da er sehr emotionslos spielt. Zu anderen Rollen passt diese Spielweise, zu der Rolle des Ritter Lanze aber definitiv nicht. Rick Kavanian in der Rolle des türkischem Kumpanen Erdal hat mich auch nicht sonderlich überzeugt, die Darstellung ist übertrieben, aufgesetzt, klischeehaft und unlustig, wobei ich dazusagen muss, dass ich nie ein großer Fan von Bully und Rick war.

„Komödie“, was war das noch gleich? Guckt man sich bei wikipedia die Definition an, hat der Film eigentlich alles richtig gemacht..

Eine Komödie ist ein Drama mit erheiterndem Handlungsablauf, das in der Regel glücklich endet. Die unterhaltsame Grundstimmung entsteht durch eine übertriebene Darstellung menschlicher Schwächen, die neben der Belustigung des Publikums auch kritische Zwecke haben kann.


Aber : Der Film ist derartig unlustig und schlecht gemacht, die „übertriebene Darstellung menschlicher Schwächen“ ist einfach nur albern und peinlich. Ich habe mich häufig gefragt, ob solche Stars es wirklich nötig haben, sich so zum Affen machen zu müssen.. Zum Beispiel die Schwertkämpfe, die aussehen als wären sie von einer Gruppe 10-Jähriger auf dem Spielplatz mit Stöckern aufgenommen worden, was natürlich auch gewollt sein kann.. Lustig sind sie aber auf keinen Fall, in jeder Hinsicht.

Nichts gegen Til Schweiger, aber dies ist definitiv sein schlechtester Film und seine schlechteste Rolle.
1 mal bearbeitet, zuletzt 26. Dez 2008, 16:43 Uhr

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