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Männer, die auf Ziegen starren - Rezension

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Doakes
Doakes Administrator 18. Jan 2010, 17:35 Uhr
4/104/104/104/104/104/104/104/104/104/10
Langweilig

Der Trailer verspricht mal wieder viel zu viel - sicher, George Clooney ist mehr als überzeugend, es gibt die ein oder andere wirklich witzige Szene - aber im Großen und Ganzen ein absoluter Reinfall. Die Macher dieses Films müssen bei der Arbeit ebenso wie die Protagonisten unter LSD-Einfluss gestanden haben, um diesen sinnlosen Klamauk, der versucht, Anspruch zu haben, auch nur ansatzweise unterhaltend zu finden.

Empfehlung mal wieder: Angucken, um mitreden zu können, aber bloß keine Erwartungen in Sachen Lustigkeit haben.

22 von 30 Benutzern fanden diese Rezension hilfreich.


ZeDeRom
ZeDeRom Awesome Takes Practice. 7. Mär 2010, 02:03 Uhr
3/103/103/103/103/103/103/103/103/103/10
Super Thema total verbockt!

Über die Schauspieler müssen wir gar nicht reden: Allesamt erste Sahne. Das ist aber auch das einzige, was ich dem Film abgewinnen kann.

Die Thematik bietet eigentlich verdammt viel Potenzial für eine subtile, surreale Handlung/Darstellung: Urkomische Typen und urkomische Situationen. Was der gute Herr Grant Heslov in True Lies noch einzigartig auf die Leinwand gezaubert hat (ich erinner da an den Gebrauchtwagenheini, der Arnies Frau aufreißt), fehlt hier leider: Grotesk ja, aber leider fehlt der finale Gag, der Kick, die Innovation.
Leider bleiben auch deshalb Schauspielgrößen, wie Clooney oder McGregor weitestgehend blass. Nicht, weil sie es nicht besser können, sondern weil die Handlung bzw. das Script es nicht hergeben.

Wie Doakes schon schrieb: Die Trailer waren vielversprechend. Ich habe damals zum Filmfest in Venedig einen Bericht gesehen, wo der Film vorgestellt wurde und kurze Passagen gezeigt wurden: Ich lag vor lachen fast am Boden.
Wie ein Trailer/Bericht doch beschönigen kann.

Fazit: Ich hätte ihn gerne genial, grotesk und subtil gefunden. Ist er aber nicht. Der Film bzw. die Macher wollten vielleicht zu viel. Aber das kann verdammt schnell schief gehen und hier ist es in allen Belangen schief gelaufen.

10 von 11 Benutzern fanden diese Rezension hilfreich.


trespuntos
trespuntos User 8. Mär 2010, 10:21 Uhr
8/108/108/108/108/108/108/108/108/108/10
"Schau mir in die Augen, Kleines!“

sagte einmal Humphrey Bogart zu Ingrid Bergman in Casablanca. Hätte es aber George Clooney gesagt wäre Ingrid Bergman wahrscheinlich tot. So in etwa können wir uns den Film „Männer, die auf Ziegen starren“ vorstellen. Hier geht es um die Elite Soldaten der „New Earth Army", einem Flower-Power-Bataillon die gegründet wurde, um einen saubereren Krieg zu führen (das klingt toll, oder?). Angeführt wird diese „Armee“ von, einem durchgeknallten aber so entspannten und brillanten Supersoldaten, Bill Django (Jeff Bridges, in bewährtem Big Lebowski-Manier), der es beinah geschafft hätte, fast die Kriegsführung der USA zu revolutionieren. Larry Hooper (Kevin Spacey) konnte aber nichts mit der “ habt euch lieb” Botschaft anfangen und hat ihn deshalb gestürzt, um es auf seiner Art durchzuziehen.

Die Story beginnt, mit dem frustrierten amerikanischen Journalisten Bob Wilton (Ewan McGregor), dessen Frau mit seinem „I Robot“ Boss durchgebrannt ist. Er reist nach Kuwait, um sich als Nahost-Reporter zu profilieren, vor allem natürlich bei seiner Ex. Dort trifft er auf Lyn Cassady (George Clooney), der ihn offenbar in den Irak bringen kann. Im Laufe des Filmes offenbart sich Lyn Cassady als Mitglied der hochgeheimen "New Earth Army".

Meistens bewegt sich der Film auf zwei Zeitebenen, in der Gründungsphase der „New Earth Army" und im Heute, als Wilton mit Cassady durch den Irak kreuzt, weil der überzeugt ist, eine Gedankenbotschaft von Bill Django abgefangen zu haben, die zur Wiedervereinigung der „New Earth Army“ aufgerufen hat.

Es werden eher kleine und lustige Anekdoten erzählt, als dass ein echter Spannungsbogen aufgebaut würde. Das ist erst mal nicht so schlimm, denn der Film wirkt so ähnlich relaxt wie die Krieger, um die es hier geht.

Das war's aber „leider“ auch schon. Es gibt lustige Momente, aber nichts ist zum Brüllen komisch. Es gibt ein paar ernste, geschickt eingebaute Anspielungen auf Foltermethoden und Besatzer-Ignoranz, aber nichts, was einen lange beschäftigen muss.

Achja, den Star des Filmes hätte ich doch beinah vergessen zu erwähnen, nämlich die Ziege. Die Ziege spielt die hier kleinste Rolle, aber sie ist der größte Star und das hilflose Opfer. Denn wenn die Männer, der „New Earth Army", hier auf Ziegen starren, dann haben sie nur eines im Sinn: Ziegenmord (!).Sie meinen es aber gut. Die Männer sind Kämpfer für die Freiheit, Elite-Soldaten einer geheimen Spezialeinheit der US-Armee. Sie lieben Blumen, Yoga, LSD. Hippie-Soldaten halt, die töten, aber nicht mit Waffen, nur mit der Kraft ihrer Gedanken. Weil das nicht so leicht ist, müssen sie üben. Mit einer Ziege *seufz*.

Die Hauptdarsteller, George Clooney , Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey, sind eine Rarität, für diesen Film passend gecastet. Aber in meinen Augen Überqualifiziert. Ohne diese tolle Besetzung wäre der Film wahrscheinlich in die Versenkung geraten. Nur dafür habe ich den vierten Stern vergeben.

Fazit: Durchgeknallte Soldaten auf einem hoch amüsanten Wüsteneinsatz, der am Schluss leider ein wenig versandet.
1 mal bearbeitet, zuletzt 8. Mär 2010, 10:43 Uhr

7 von 11 Benutzern fanden diese Rezension hilfreich.



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