Hört sich zunächst ganz toll an. Zunächst aber auch nur, denn dazu sollte man aber Folgendes wissen:
Das aktuelle optische HD-Video-Format, die Blu-ray Disc, unterstützt in der jetzigen Version gar kein 21:9. Alle Filme in diesem Format werden im 16:9-Format kodiert, sodass im Video schwarze Balken miteinkodiert sind.
Deshalb sind die 1080p-MKV-Releases hierzu ja auch immer nur 816 Pixel (CinemaScope, 1 : 2,35) oder 800 Pixel (PanaVision, 1 : 2,40) hoch. Die miteinkodierten schwarzen Balken werden einfach weggeschnitten, sonst wäre alle 1080p-Releases immer genau 1920x1080 Pixel und alle 720p-Releases 1280x720 Pixel groß.
Die Anzahl der Pixel pro Zeile ist hingegen immer gleich groß, nämlich bei 1080p eben diese 1920. Der Sinn ist, zumindest seit der neueren Generation von Plasma- und LCD-Fernsehern ohne Overscan, eine pixelgenaue Darstellung. Ein Pixel des Video soll genau auf einem LCD-Pixel dargestellt werden, ohne Skalierung. Denn durch diese unskalierte Darstellung ist das Bild besondern scharf, denn beim Skalieren gehen Schärfe und auch indirekt Details verloren.
So, nun soll dieses LCD-Panel eine Auflösung von 2560x1080 Pixel haben. Damit nun 21:9-Filme formatfüllend dargestellt werden, muss die aktiven Bildfläche von 1920x816 eingezoomt und auf diese 2560x1080 Pixel hochskaliert werden. Also muss im Gegensatz zu einem normalen 16:9-Panel hier das Bild skaliert werden und somit ist hier keine pixelgenaue Darstellung systemtechnisch bedingt mehr möglich. Bei 16:9-Filmen ist die Darstellung pixelgenau, dann aber mit schwarzen Balken links und rechts, nur eben noch etwas dicker als bei 16:9-Panels.
Das Problem hierzu ist eigentlich die Blu-ray, denn dieses Format unterstützt wie schon seit Jahrzehnten andere Formate zuvor auch nur 4:3 und 16:9. Alle andere Formate müssen wie bei der DVD und VHS auch schon als Letterbox konstruiert werden bzw. anamorph mit schwarzen Balken.
Im Gegensatz dazu unterstützen DivX-Player generell alle Formate, denn je nach dem welchen Format vorliegt werden einfach entsprechend große schwarze Balken eingefügt, bis der Bildschrim (4:3 oder 16:9) komplett mit einem Signal gefüllt ist.
Ein Player kann auch Filme im 1:1-Format abspielen, nur ist eben dann die Weiterverarbeitung des Signals nur auf 4:3 und 16:9 ausgelegt. Wäre dem nicht so, könnten solche Player auch beliebige Bildschirmformate ansteuern, wie beim PC auch. Dort gibt es ja auch nicht nur 4:3- oder 16:9-Panels, sondern eben auch 5:4 und 16:10. Und jedes anderen Format wäre ebenfalls möglich, wie z.B. auch ein 4:5 oder 10:16, so wie es dann bei der angewandten Pivot-Funktion herauskommt.
Fazit:
Der 21:9-Fernseher sieht optisch sicher edel aus, nur wird man mit diesem Gerät nicht die perfekte Bildqualität haben wie man sie mit einem normalen 16:9-Panel hat.
Abhilfe würde hier nur eine Erweiterung der Blu-ray bringen, indem dann z.B. auch 21:9 unterstützt werden würde, z.B. mit ca. 2544x1080. Das Bild sollte eben immer 1080 Pixel hoch sein, nur die Breite darf variieren damit eine pixelgenau Darstellung immer möglich ist.
Also besser ein Panel dieses Formats nicht kaufen ;-)
Mit 21:9 sind die Formate Cinemascope oder Panavision gemeint, auch wenn hier 21:9 mathematisch nicht genau 1:2,35 oder 1:2,40 ist.
Im Kino gibt es eigentlich auch kein 16:9 bzw. 1:1,78, sondern nur ein 1:1,85. Das 16:9-Format mit 1:1,78 kommt auch eigentlich aus den TV- und Videobereich. Einige Kino-16:9-Filme werden sicher auch für die Blu-ray beschnitten, sodass man sie Zuhause auf dem HD-TV in vollen 1920x1080 genießen kann, statt nur ca. 1920x1040.
Dass das Philips Panel mit 2560x1080 Pixel komen soll wäre nicht allzu ungewöhnlich. Auch HD-Ready-Panels haben meist 1366x768 Pixel, was nicht exakt dem 16:9-Format entspricht.
Man sollte aber auch bedenken, dass ein Panel-Pixel nicht exakt quadratiach sein muss. Wichtig wäre eigentlich nur, dass das Ergebnis so nahe wie möglich an das Cinemasope herankommt. Da eh skaliert werden muss sind quadratische Pixel nicht so wichtig wie Sie bei einem 16:9-Panel, denn 1920x1080 sind exakt 16:9 und sollten demnacht auch auf einer 16:9-Fläche dargestellt werden.
Lude schrieb: Deshalb sind die 1080p-MKV-Releases hierzu ja auch immer nur 816 Pixel (CinemaScope, 1 : 2,35) oder 800 Pixel (PanaVision, 1 : 2,40) hoch.
Das stimmt sicherlich so überhaupt nicht. Aber du hast sicherlich die info ausgeleassen, das du damit die meisten Kinofilme meinst.
Wie dem auch sein. Wer kauft sich so ein 21:9 Display? Leute dir nur Kinofilme schauen!? (Was ist dann z.b. mit solchen 16:9 IMAX Szenen wie auf der The Dark Knight Blu-Ray?)
Ich halte so ein 21:9 Display für überflüssig und fast garnicht wert darüber zu diskutieren.
Geung Serien die ich schaue kommen in 16:9 und das gefällt mir gut auf meinen 16:9 TV.
Natürlich ärgere ich mich auch ein wenig über ungenutze schwarze balken bei cinescope filmen. Aber was sollts. Es gibt schlimmeres über das man sich ärgern kann. (z.b. über das 4:3 format)
Lude schrieb: Deshalb sind die 1080p-MKV-Releases hierzu ja auch immer nur 816 Pixel (CinemaScope, 1 : 2,35) oder 800 Pixel (PanaVision, 1 : 2,40) hoch.
Das stimmt sicherlich so überhaupt nicht. Aber du hast sicherlich die info ausgeleassen, das du damit die meisten Kinofilme meinst.
Ich habe diese Info nicht ausgelassen, denn der ganze Post dreht sich ja schwerpunktmäßig um die Filme im Kinoformat (Cinemascope oder Panavision). Darum geht es hier ja überhaupt. Dass es auch Filme und somit MKV-Releases im 16:9-Format (1:1,78 oder 1:1,85) gibt ist ja wohl klar. Das wurde übrigens auch im Text erwähnt, wie es sich bei der Darstellung von 1920x1080-Material auf diesem 21:9-Panel verhält. Immer den ganzen Text lesen ;-)
Der Post dreht sich darum, welche Probleme es bei der Darstellung von Kinoformat-Filmen aus Blu-ray-Quellen auf diesem 21:9-Display gibt.
Der Artikel hierzu:
http://www.heise.de/newsticker/Weltweit-erster-LCD-Fernseher-im-21-9-Kinoformat--/meldung/121637
Hört sich zunächst ganz toll an. Zunächst aber auch nur, denn dazu sollte man aber Folgendes wissen:
Das aktuelle optische HD-Video-Format, die Blu-ray Disc, unterstützt in der jetzigen Version gar kein 21:9. Alle Filme in diesem Format werden im 16:9-Format kodiert, sodass im Video schwarze Balken miteinkodiert sind.
Deshalb sind die 1080p-MKV-Releases hierzu ja auch immer nur 816 Pixel (CinemaScope, 1 : 2,35) oder 800 Pixel (PanaVision, 1 : 2,40) hoch. Die miteinkodierten schwarzen Balken werden einfach weggeschnitten, sonst wäre alle 1080p-Releases immer genau 1920x1080 Pixel und alle 720p-Releases 1280x720 Pixel groß.
Die Anzahl der Pixel pro Zeile ist hingegen immer gleich groß, nämlich bei 1080p eben diese 1920. Der Sinn ist, zumindest seit der neueren Generation von Plasma- und LCD-Fernsehern ohne Overscan, eine pixelgenaue Darstellung. Ein Pixel des Video soll genau auf einem LCD-Pixel dargestellt werden, ohne Skalierung. Denn durch diese unskalierte Darstellung ist das Bild besondern scharf, denn beim Skalieren gehen Schärfe und auch indirekt Details verloren.
So, nun soll dieses LCD-Panel eine Auflösung von 2560x1080 Pixel haben. Damit nun 21:9-Filme formatfüllend dargestellt werden, muss die aktiven Bildfläche von 1920x816 eingezoomt und auf diese 2560x1080 Pixel hochskaliert werden. Also muss im Gegensatz zu einem normalen 16:9-Panel hier das Bild skaliert werden und somit ist hier keine pixelgenaue Darstellung systemtechnisch bedingt mehr möglich. Bei 16:9-Filmen ist die Darstellung pixelgenau, dann aber mit schwarzen Balken links und rechts, nur eben noch etwas dicker als bei 16:9-Panels.
Das Problem hierzu ist eigentlich die Blu-ray, denn dieses Format unterstützt wie schon seit Jahrzehnten andere Formate zuvor auch nur 4:3 und 16:9. Alle andere Formate müssen wie bei der DVD und VHS auch schon als Letterbox konstruiert werden bzw. anamorph mit schwarzen Balken.
Im Gegensatz dazu unterstützen DivX-Player generell alle Formate, denn je nach dem welchen Format vorliegt werden einfach entsprechend große schwarze Balken eingefügt, bis der Bildschrim (4:3 oder 16:9) komplett mit einem Signal gefüllt ist.
Ein Player kann auch Filme im 1:1-Format abspielen, nur ist eben dann die Weiterverarbeitung des Signals nur auf 4:3 und 16:9 ausgelegt. Wäre dem nicht so, könnten solche Player auch beliebige Bildschirmformate ansteuern, wie beim PC auch. Dort gibt es ja auch nicht nur 4:3- oder 16:9-Panels, sondern eben auch 5:4 und 16:10. Und jedes anderen Format wäre ebenfalls möglich, wie z.B. auch ein 4:5 oder 10:16, so wie es dann bei der angewandten Pivot-Funktion herauskommt.
Fazit:
Der 21:9-Fernseher sieht optisch sicher edel aus, nur wird man mit diesem Gerät nicht die perfekte Bildqualität haben wie man sie mit einem normalen 16:9-Panel hat.
Abhilfe würde hier nur eine Erweiterung der Blu-ray bringen, indem dann z.B. auch 21:9 unterstützt werden würde, z.B. mit ca. 2544x1080. Das Bild sollte eben immer 1080 Pixel hoch sein, nur die Breite darf variieren damit eine pixelgenau Darstellung immer möglich ist.
Also besser ein Panel dieses Formats nicht kaufen ;-)
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