wie können so alte schinken zb. von 1948 Aufwärts in so einer hohen auflösung vertrieben oder Ausgestrahlt werden? Ich mein Damals war nix digital und die Technik sicher nicht zur Verfügung war.
Habe zb. Marry Poppins geladen und bin echt begeistert. Werden die Ergebnisse nur durch digitale Nachbearbeitung erreicht? Sind dann die Filme nur ein upscaling Schwindel? Wenn ja sind die Ergebnisse Super.
Da ich gerade nicht schlafen kann, geb' ich mal 'ne (ausführlichere) Antwort zur Nachtstunde:
Für die Blu-ray und HDDVD sowie fürs HDTV wurden und werden viele alte Filme neu abgetastet, also Bild für Bild eingescannt. Meist in 2K-Auflösung (~2048 Pixel in der Breite, also etwas über Full HD mit 1920), vermehrt aber auch schon in 4K (~4096).
4K wird in den nächsten Jahren für die Postproduction von analog gedrehten Filmen sowie fürs irgendwann mal kommenden weitverbreitete digitale Kino zum Standard werden.
In einem heutigen analogen Kino sieht man auf der Leinwand auflösungtechnisch in der Regel etwas, was weit unter 1080p liegt, und meist sogar nur etwas über 576p (PAL-DVD und -TV). So hat das heutige Heimkino mit 1080p eine wesentlich bessere Qualität und Auflösung als man es im großen Kino erfährt (ausgenommen das IMAX).
Das liegt auch nicht zuletzt an den schlechten Filmkopien, denn die Kopien eines Kinos sind keine Kopien des Originals, sondern liegen als Kopie in 6. bis 8. Generation vor. Das wird sich mit zunehmender digitaler Distibution sicher auch wieder verbessern.
Zwar wurden damals fast alle Filme schon für die DVD neu abgetastet, in der Regel in 2K, aber heute stehen bessere Filmscanner sowie auch eine bessere Software zur Nachbearbeitung zur Verfügung, sodass sich eine Neuabtastung gerade auch in 4K lohnt und eben oft deutlich sichtbar ist.
Wie damals bei der DVD gibt es sicher auch einige lieblos erstellte BDs, die gegenüber der DVD kaum einen Qualitätsgewinn aufweisen. Das war in der Anfangszeit von BD und HDDVD noch häufiger so, aber da heute viele eben schon einen Full-HD-Fernseher haben und bei der Wiedergabe von solchen Gammel-BDs derartige Schweinereien sofort sehen würden, gibt man sich heute doch wesentlich mehr Mühe und tastet wie gesagt sogar für teuer Geld neu ab, steckt zusätzliches Geld in die Nachbearbeitung und Aufbereitung, und holt wieder neues Bonusmaterial aus der Schublade, um die Medien noch attraktiver zu machen.
Es wird also nicht hochskaliert, sondern einfach nur ein bessere Vorlage für die BD-Produktion genommen, oder gar eine neue Abtastung erstellt. Was bei einer DVD aufgrund der zu geringen Auflösung nicht zu sehen war, ist bei der BD jetzt zu sehen. Allerdings ist die Auflösung von analogem 35mm-Filmmaterial, und besondern von sehr altem, oft auch nicht wesentlich höher als 2K, sodass man mit der BD schon fast das Maximum aus dem Streifen herrausholt, mehr Bildinformationen stecken einfach in so einem Filmstreifen nicht drin. Andernfalls müssen es schon 70mm wie im IMAX sein, da stecken sicher 4K und vielleicht auch etwas mehr drin.
Allerdings bringt auch ein Upscaling etwas, denn wenn man z.B. PAL-DVDs mit 720x576 Pixeln erst von einem Player hochskalieren lässt, bevor sie dann per HDMI in 1080p zum Full-HD-TV wandern, sieht das oft spürbar besser aus, als wenn man dem TV das PAL-Signal liefert und dieser intern auf die native Panel-Auflösung hochskalieren muss.
wie können so alte schinken zb. von 1948 Aufwärts in so einer hohen auflösung vertrieben oder Ausgestrahlt werden? Ich mein Damals war nix digital und die Technik sicher nicht zur Verfügung war.
Habe zb. Marry Poppins geladen und bin echt begeistert. Werden die Ergebnisse nur durch digitale Nachbearbeitung erreicht? Sind dann die Filme nur ein upscaling Schwindel? Wenn ja sind die Ergebnisse Super.
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