Im japanischen Echigo liegt ungefähr die Hälfte des Jahres Schnee. Wo für so manchen die weiß bedeckten Landschaften und Häuser idyllisch anmuten mögen, ist der Alltag für die Einwohner nicht immer einfach. Doch die Menschen haben sich arrangiert und den Schnee zum Teil auf kreative Art und Weise in ihr Leben integriert, z.B. mit eigenen Bräuchen und Festen. Die Dokumentation zeigt Echigo aus der Perspektive der beiden Studenten Takeo und Mako und erzählt gleichzeitig die Geschichte des Buchs "Schneeland Symphonie" von Bokushi Suzuki aus dem 19. Jahrhundert.
Durch das literarische Verweben des Lebensalltags der Menschen in Echigo mit der Geschichte über verwunschene Berggeister und Wegegötter aus "Schneeland Symphonie", gelingt dem Film eine geradezu sehnsuchtsvolle, poetische Atmosphäre, die durch die melancholische Musik von Yumiko Tanaka intensiviert wird. Einmal mehr bringt Regisseurin
Ulrike Ottinger ("Die koreanische Hochzeitstruhe") ihre tiefgehende Faszination für Asien zum Ausdruck. Geheimnisvoll, mythisch und schön.