Oktober 1962. Amerikanische Aufklärungsflugzeuge fotografieren aus großer Höhe Truppenbewegungen auf Kuba. Als die CIA anhand der Filme erschreckt feststellt, dass die Sowjetunion nukleare Erstschlagsraketen auf Castros Eiland stationiert, beruft Präsident John F. Kennedy sofort den Krisenstab ein. Trotz immer lauter werdender Rufe der Militärs nach einer Invasion der Karibik-Insel scheut JFK vor solch rigorosen Maßnahmen zurück. Zu sehr fürchtet er die Eskalation und einen möglichen - nuklearen - Dritten Weltkrieg.
Angriffe anderer Nationen auf den eigenen Boden kennen die Vereinigten Staaten nur aus Pearl Harbour - ein Desaster, das Michael Bay im Sommer zu einem Hit machen will. Bereits im März aber kommt ein Film über die bislang wohl größte Bedrohung Amerikas in die deutschen Kinos, die heute nur historische Randnotiz ist, 1962 aber auch die Welt in die Nähe einer nuklearen Katastrophe rückte.
Roger Donaldsons Erinnerung an die Kubakrise verbindet Politlektion, Spannungskino und das Porträt zweier mythischer amerikanischer Helden zu einem Film, der die schwierige Aufgabe, einen diplomatisch ausgetragenen Konflikt auf der Leinwand umzusetzen, mit formaler und darstellerischer Klasse und ohne musealen Historikermief löst.
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