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Trashwatch #3
Bitch Slap

(Image)Ich habe mich schon immer gefragt, was der "Forever-Alone"-Typ am Samstagabend Zuhause so treibt. Also habe ich bei WoW-Spielern gefragt, mich mit vielen "Forever-Alone"-Typen auf knuddels.de unterhalten, bei mydirtyhobby.com mit einigen Usern geschrieben und bin zu dem Entschluss gekommen, dass der ewig Alleinbleibende der heutigen Zeit, sich sicherlich den Film "Bitch Slap" angucken würde...
Eins vorweg: Der Film und dieser Blog ballern die Emanzipation ins 19. Jahrhundert zurück. Zudem ist dieser Film so erschreckend sexistisch, dass sich bei Alice Schwarzer vor Wut die Kruste löst. Emma-Leser und Frauen beim Bund sollten sich stattdessen lieber die IT-News durchlesen.(Image) Es gibt Filmemacher, die aufgrund ihres Budgets sich bewusst dafür entscheiden, irgendeinen Müll auf Zelluloid zu brennen und dieses dann rechtfertigen, indem sie vor versammeltem Publikum ganz einfach "Ey, das war nur Spaß" posaunen. Dann gibt es spätpubertierende Filmemacher, die 2,54 Dollar in der Tasche haben und der Meinung sind, damit ließe sich der Blockbuster des Jahres drehen. Die Filmemacher von "Bitch Slap" gehören ganz klar zur zweiten Gattung.

Drei oberaffentittengeile Weiber (über die Rothaarige lässt sich aber (Image)streiten) mit großen Brüsten sind mit ihrem Auto und ihrem vermeintlichen Zuhälter im Gepäck zu einem Wohnwagen in der Wüste gefahren, da dort "irgendwas" vergraben ist. Camero, offensichtlich die Führungsperson der Muschibande, versucht aus Gage herauszukloppen, wo sie denn nun graben sollen. Der Clou an der durchdachten Story ist hierbei eindeutig, dass der Zuschauer noch nicht wissen darf, was dort eigentlich vergraben ist, es aber unglaublich wichtig sein muss.

Nachdem der erste Schock überwunden ist und die Spucketropfen aufgrund großer Brüste weggewischt sind, wird der Zuschauer auf den Film mit den meisten Rückblenden losgelassen. Ich habe bei der zehnten (Image)Rückblende aufgehört zu zählen und bereits nach einer halben Stunde wollte ich anfangen diesen Blog zu verfassen, jedoch kam mir eine "Spritz mich nass"-Szene in die Quere, die mir meine Motivation wieder ein wenig zurückgab. Da sind drei Weiber in der Wüste, die gerade ihren Zuhälter getötet haben und wohl von einem unglaublich brutalen Unterweltboss verfolgt werden, aber nichts anderes zu tun haben, als sich beim graben mit Eimern voller Wasser nass zu machen. Schön anzusehen ist es allemal, aber cineastisch wertvoll mit Sicherheit nicht.

Gefühlte 200 wirre Rückblenden vor Green-Box Computerhintergründen später, kommt es zu einem erbitterten Kampf zwischen den Mädels, einem Punker, der Angst vorm (Image)Zahnarzt hat und einer Japanochinesin mit Rasiermesser-Jojo. Direkt darauf folgt dann auch die erste Lesbenszene. Welches Genie hat sich nun wieder ausgedacht, dass die drei feschen Damen auch noch lesbisch sind? Schön anzusehen ist es allemal, aber cineastisch wertvoll mit Sicherheit nicht (Gut, dass könnte ich wohl jetzt zu allen Szenen sagen). Inzwischen haben wir auch erfahren, dass es sich bei dem Schatz um Diamanten im Wert von 200 Millionen Dollar handelt. Ferner erfahren wir nun auch das gesamte wirre Storykonstrukt. So haben alle Drei unterschiedliche Ziele und natürlich befinden sich alle drei unterschiedlichen Ziele auch auf diesem Wohnwagen-Wüstenplatz. Die Eine wollte die fiesen "Robo-Viren", die jedem Lebewesen Kohlenstoff... ach, komm... die Nächste ist eine Ultra-Spezialagentin die auch irgendwas Unwichtiges wollte und die Dritte (Trixie), im Übrigen einzig Überlebende und Auftraggeberin des Auftraggebers der Ultra-Spezialagentin, war ziemlich bodenständig und wollte nur ein Schwert aus Sechzehnhundertschießmichtot von Jakahashu Miyouto oder so ähnlich.



Alles in Allem kann man diesen Film, wenn man den Ton ausstellt und dazu die besten Lieder von George Michael abspielt, perfekt als Vorspiel zum eigentlichen Highlight des Abends, dem Hardcore-Pornofilm, verwenden. Aber wohl nur WoW-Spieler, knuddels.de User und "Die Welt"-Leser würden soviel Enthusiasmus beim Masturbieren zeigen. An dieser Stelle fasse ich den Film, mithilfe der Weltpremiere des Trash-Reaktometers, nochmal bildlich zusammen:

(Image)

Ich denke, ihr kennt alle noch die Trashserie "Hercules", die damals auf dem Qualitätssender RTL vor der geilen "Xena" lief?! Dann kennt ihr sicherlich auch den Hauptdarsteller, Kevin Sorbo. Dieser hat sich tatsächlich erbarmt, in diesem Film eine Minute vor zu kommen, allerdings nur mit Sonnenbrille, damit man ihn nicht so leicht erkennen kann. Tja, Herr Sorbo, leider ist der Plan nicht aufgegangen und dein gutes Image als Trash-Serienheld ist nun auch für immer passé. Aber fragen wir mal was folgender werter Herr noch zu ergänzen hat:

(Image)Hallo, ich bin Fisting-Friedrich, Produktinfoersteller für den XXX-Bereich auf xREL. Bei diesem Job begegnen mir täglich die absurdesten Filme, aber selten habe ich einen derart schlechten Film gesehen wie Bitch Slap. Die Weiber sind nichtmal nackt und gevögelt wird auch nicht. Aber aufgrund der völlig kaputten und kaum vorhandenen Story, der schlechten schauspielerischen Leistung und der merkwürdigen Kameraführung muss das ein Porno sein. Naja, ich mach mal weiter...

Auf eine Pro- und Contraliste verzichte ich dieses Mal, da der einzige Pro-Grund sowieso nur die Weiber sind. Aber immerhin entfällt der allseits beliebte und inflationär verwendete Contrapunkt "K(l)eine Titten zu sehen". Bevor ich dann wieder die Hand aus der Hose nehme, noch was in eigener Sache: Ich bin mal gespannt, ob nächste Woche meine Leserzahl um die Hälfte schrumpft, denn dann wissen wir hier endlich wie hoch die Frauenquote bei xREL ist. Blöd nur, dass ich bei 50% Abzug nur noch 1,5 Leser habe. Naja, Shit Happens....

Was haltet ihr von diesem Film? Trixie war doch geil, oder?
Verdammt, bin ich etwa der Forever Alone Typ? Habt ihr noch weitere Filme auf Lager?

Ab damit in die Kommentare!




kam06
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kam06
8. Aug 2012, 16:12 Uhr
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