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Als ich vor circa einem Monate erstmals den Trailer auf Youtube sah, schossen mir folgende Gedanken sofort durch den Kopf:
"WTF, schon wieder ein Film mit Tony Scott und Denzel Washington in dem es um Züge geht.
Alter, hab ich ein Deja-vu gerade!"
Ich behaupte, ich war nicht der einzigste, der bei diesem Trailer ein Deja-vu (rofl) hatte.
Erinnern wir uns zurück: Am 24. September 2009 kommt "Die Entführung der Pelham 123" in die Kinos. Besetzt mit, dem zur Zeit sehr schwachen, John Travolta, der auch in "From Paris with Love" leider nichts gerissen hat, und einem alten und ausgelaugten Denzel Washington, der seinen letzten guten Auftritt leider in "American Gangster" hatte.
Auch damals ging es um Züge, um genauer zu sein um U-Bahn Züge. Ein Geiselnehmer, John Travolta, versucht Lösegeld zu erpressen indem er droht Geiseln zu erschießen, während ein Fahrdienstleiter versucht diesen genau davon abzuhalten.
Immer wieder wechselt der Film dabei in TV Format und berichtet quasi "Live" vom Standpunkt bestimmter Nachrichtensender.
Am Schluss erweist sich alles als eine Farce, es gibt mehrere, schlecht gesetzte und flach gehaltene Höhepunkte und natürlich erobert der Held (natürlich der Fahrdienstleiter / Denzel Washington) am Ende der Geiselnahme (und des Films) das Herz seiner Frau zurück.
Doch warum erzähle ich das alles?
Nun ja, um die beiden Filme zu vergleichen. Schauen wir uns "Unstoppable" einmal genauer an, beziehungsweise untersuchen wir ihn nach den selben Elementen.
Unstoppable - Es geht wieder um Züge, Typen die um den Zug herum kreisen und versuchen der Katastrophe ein Ende zu machen und eine Person die versucht das ganze via Kommandozentrale zu regeln und aufzuhalten.
Dabei kehren auch hier wieder ganz bestimmte Elemente zurück:
- Es geht um einen Zug der außer Kontrolle ist.
- Der Held (In Unstoppable Chris Pine) hat erst kürzlich seine Frau verloren und erobert diese im Laufe des Filmes zurück (immer am Ende)
- Es werdenwieder stereotypische Elemente abgerollt wie z.B. Schulklassen im Zug, Vorgeschichten der Charaktere (konkreter: Dass immer bei einem der Charaktere die Frau oder so gestorben ist und er deshalb immer bei der Arbeit eine Art Artefakt bei sich trägt)
- kurze Diskrepanz (am Anfang meist) zweier am Schluss zusammenarbeitender Helden
- TV-Einblicke
- Aufbau der Trailer
- Das Ende
- etc.
Um das ganze mal auf den Punkt zu bringen. Tony Scott schlägt hier meiner Meinung nach 2 Fliegen mit einer Klatsche.
Er vermarktet 2 mal die gleiche, schon viel zu seichte Idee mit gleichen Schauspielern, Höhepunkten und gleichem Output.
Nach standardmäßigen 98min Popkorn-Kino, hyper-dynamischen Kamerafahrten und äußerst notwendigen CGI-Effekten sowie etlichen Logikbrüchen endet der meiner Meinung nach schlechteste Tony Scott Film überhaupt mal wieder im unbefriedigenden Happy-End.
Warum ich so etwas sage?
Nun ja, mich kotzt es einfach dermaßen an, dass bestimmte Hollywood Regisseure einfach nur noch blind dem Geld hinter her produzieren.
Der Streifen ist absoluter Mainstream-Bullshit und jeder der "Die Entführung der Pelham 123" schon hasste, wird diesen Film noch mehr hassen, sowie auch den jeweiligen Regisseur.
Wenn ihr jedoch trotzdem auf Bauklotzfilme ala: "Held hat Streit mit Freundin muss aber gleichzeitig die Welt retten und Freundin welche sauer auf ihn ist - schafft dennoch beides - Happy End", dann ist Unstoppable ganz sicher die richtige Wahl und ihr solltet euch anschließen, um die graue Masse mal wieder anzuregen, entweder "We are Family", "SAW 17" oder "From Paris with Love" anschauen, Filme (oder eben Serien) ohne jegliches Herzblut, dafür mit umso mehr konsumgesteuerten Explosionen oder Peinlichkeiten (bzw. Sex).
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