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David Finscher gehört seit Jahren zu einem meiner Lieblings-Regisseure. Ob Fight Club, Sieben, Der seltsame Fall des Benjamin Button, The Social Network, oder auch sein Verblendung Remake waren allesamt sehr gelungen und ich habe sie mehr als einmal gesehen.
Bei Gone Girl adaptierte Gillian Flynn das Drehbuch, die damit ihren eigenen gleichnamigen Roman verfilmte. Auch wenn ich das Buch nicht gelesen habe, weiß ich dass der Film sehr nahe am Buch ist. Das alles waren also schon mal ideale Voraussetzungen für einen weiteren guten Film von Finscher.
Worum gehts:
Ein warmer Sommermorgen in Missouri: Nick (Ben Affleck) und Amy (Rosamund Pike) wollten heute eigentlich ihren fünften Hochzeitstag feiern, doch Amy ist plötzlich verschwunden. Als sie nicht wieder auftaucht, gerät Nick ins Visier der Polizei. Er ist verwirrt, denn nachts suchen ihn schreckliche Träume heim, in denen er seine Ehefrau tötet. Der Verlassene besteht jedoch auf seine Unschuld, verstrickt sich aber immer mehr in ein Netz aus Lügen und Verrat. Nach und nach tauchen Indizien auf, die darauf hindeuten, dass Amy Angst vor ihrem Mann hatte. Doch auch Amys Weste ist nicht so rein wie angenommen. Durch den Fund ihres Tagebuchs kommen dunkle Dinge ans Licht, die niemand jemals von der vermeintlich perfekten Frau erwartet hätte. Ob Amy überhaupt noch am Leben ist, bleibt weiterhin unklar…
Es scheint eine tolle Liebe zu sein, die Amy und Nick hatten. In Rückblenden erfährt man langsam die ganze Geschichte. Wie es anfing, ihr erstes Treffen, die Hochzeit, wie es durch Verluste von Job und wichtigen Menschen langsam immer schwieriger wird, bis zu dem Tag an dem Amy verschwindet.
Man wird gleich herausgefordert, mitzudenken und sich sein eigenes Bild zu verschaffen, was mit Amy passiert sein mag.
Immer mehr Details tauchen auf und die Spannung steigt quasi durchweg. Verschiedene Hinweise, Taten und Handlungen lassen ständig unvorhersehbares und Wendungen im Fall Amy aufkommen. Immer wieder wechselt auch die Perspektive des Betrachters.
Die Schauspieler sind überzeugend und gut gewählt. Ich bin weiterhin sehr überzeugt von Ben Affleck. Die weiblichen Akteure, vor allem Rosamund Pike sind sehr gut.
Bis Neil Patrick Harris (Barney aus HIMYM) die Bühne betritt dauert es sehr lange. Er spielt dann aber noch eine sehr wichtige Rolle im Film.
Es geht im Film aber nicht nur um das Verschwinden, es geht auch um Verluste, das vermeintliche Familienglück, Ehen und Betrug. Der Film ist dabei besonders bei einer Szene sehr Brutal. Besonders das Ende des Films ist dann aber zum Nachdenken. Untermalt ist das Ganze von einem dezenten, aber gute gewählten Score.
Fazit:
Spannend, überraschend und mit einigen gelungenen Wendungen ist Gone Girl, dank eines tollen Drehbuchs und einer guten Story ein idealer Thriller. Die Schauspieler überzeugen und es wird nie langweilig. Über das Ende lässt sich dann aber sicher streiten...
Der Film reiht sich aber trotzdem nahtlos in die guten Werke von Finscher ein und lohnt auch im Kino!
Alles in allem:
9/10
18 out of 19 users found this review helpful.
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