Wie ein Cable von Wikileaks aufzeigt, scheint es mit der Strafverfolgung nicht immer ganz sauber abzulaufen. Wie das Dokument belegt, wurde der Camripper Geremi Adam primär aus einem Grunde festgenommen: Um einem hohen Vertreter der Filmindustrie "einen persönlichen Gefallen" zu tun.
Geremi Adam war als Camripper für die Release-Group "maVen" engagiert. Obwohl es zu einigen Problemen kam, ihm eventuelle Straftaten nachzuweisen, wurde er festgenommen. Zwischen 2004 und 2006 wurde die Gruppe dafür bekannt, einige ausgezeichnete TeleSync-Aufnahmen veröffentlicht zu haben. Darunter Filme wie Mission Impossible 3 oder Superman Returns. Gegen Ende 2006 hörten die Veröffentlichungen der Gruppe plötzlich auf.
Die Motion Picture Association of America (MPAA) hatte sich an das Federal Bureau of Investigation (FBI) gewandt. Man hatte herausgefunden, wer für die Aufnahmen verantwortlich war und ihn gegenüber dem FBI als "weltweiten Anführer" der Filmpiraterie bezeichnet. Geremi Adam lebte jedoch in Kanada, so dass das FBI die Ermittlungen an die dortigen Behörden abgab. Im September 2006 wurde er kurzzeitig verhaftet. Da es jedoch keinen Straftatbestand gab, den er erfüllt haben konnte, wurde er kurze Zeit später wieder freigelassen.
Einen Monat später schlug die Polizei erneut bei ihm auf. Diesmal wurde er verhaftet. Da Adam eine medizinische Vorgeschichte hatte und als depressiv galt, wurde das Verfahren für ihn zur Qual. Über 14 Monate wartete er darauf, dass irgendwelche Anklagepunkte gegen ihn vorgebracht werden. Schließlich wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt. Während seiner Zeit im Gefängnis wurde er drogensüchtig. Nach seiner Entlassung starb er an einer Überdosis.
Wie aus einem Cable von Wikileaks hervorgeht, hatte die Polizei Geremi Adam damals wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Man betrachtete seine Tätigkeit als geringfügig und zweifelte an den Einflüssen die sie auf die Filmwirtschaft hat. Man fokusierte lieber ernste Piraterie-Probleme, wie beispielsweise bei Medikamenten.
Der große Knackpunkt war, dass man Adam nicht nachweisen konnte, für die Verbreitung der Filme verantwortlich zu sein. Man konnte lediglich rekonstruieren, dass er die Filme aufgenommen hatte. Aufgrund eines persönlichen Gefallens gegenüber einem Vertreter der Filmwirtschaft wurde Adam schließlich dafür verhaftet und der Vorwurf so lange weiter konstruiert, bis man ihm auch die Verbreitung zur Last legte.
So heißt es in dem Cable: "[...], Polizeibeamte gaben an, dass die Verhaftung der Person 'ein persönlicher Gefallen' gegenüber einem [Vertreter der kanadischen Filmwirtschaft] war und man Camripping im Kino nicht als großes Problem ansehe". Der Text kann hier in voller Länge eingesehen werden.
Man betrachtete seine Tätigkeit als geringfügig und zweifelte an den Einflüssen die sie auf die Filmwirtschaft hat. Man fokusierte lieber ernste Piraterie-Probleme, wie beispielsweise bei Medikamenten.
Und so hätte es auch bleiben sollen - schade, dass sich Kanada in der Situation so schwach präsentiert hat...
Geremi Adam war als Camripper für die Release-Group "maVen" engagiert. Obwohl es zu einigen Problemen kam, ihm eventuelle Straftaten nachzuweisen, wurde er festgenommen. Zwischen 2004 und 2006 wurde die Gruppe dafür bekannt, einige ausgezeichnete TeleSync-Aufnahmen veröffentlicht zu haben. Darunter Filme wie Mission Impossible 3 oder Superman Returns. Gegen Ende 2006 hörten die Veröffentlichungen der Gruppe plötzlich auf.
Die Motion Picture Association of America (MPAA) hatte sich an das Federal Bureau of Investigation (FBI) gewandt. Man hatte herausgefunden, wer für die Aufnahmen verantwortlich war und ihn gegenüber dem FBI als "weltweiten Anführer" der Filmpiraterie bezeichnet. Geremi Adam lebte jedoch in Kanada, so dass das FBI die Ermittlungen an die dortigen Behörden abgab. Im September 2006 wurde er kurzzeitig verhaftet. Da es jedoch keinen Straftatbestand gab, den er erfüllt haben konnte, wurde er kurze Zeit später wieder freigelassen.
Einen Monat später schlug die Polizei erneut bei ihm auf. Diesmal wurde er verhaftet. Da Adam eine medizinische Vorgeschichte hatte und als depressiv galt, wurde das Verfahren für ihn zur Qual. Über 14 Monate wartete er darauf, dass irgendwelche Anklagepunkte gegen ihn vorgebracht werden. Schließlich wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt. Während seiner Zeit im Gefängnis wurde er drogensüchtig. Nach seiner Entlassung starb er an einer Überdosis.
Wie aus einem Cable von Wikileaks hervorgeht, hatte die Polizei Geremi Adam damals wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Man betrachtete seine Tätigkeit als geringfügig und zweifelte an den Einflüssen die sie auf die Filmwirtschaft hat. Man fokusierte lieber ernste Piraterie-Probleme, wie beispielsweise bei Medikamenten.
Der große Knackpunkt war, dass man Adam nicht nachweisen konnte, für die Verbreitung der Filme verantwortlich zu sein. Man konnte lediglich rekonstruieren, dass er die Filme aufgenommen hatte. Aufgrund eines persönlichen Gefallens gegenüber einem Vertreter der Filmwirtschaft wurde Adam schließlich dafür verhaftet und der Vorwurf so lange weiter konstruiert, bis man ihm auch die Verbreitung zur Last legte.
So heißt es in dem Cable: "[...], Polizeibeamte gaben an, dass die Verhaftung der Person 'ein persönlicher Gefallen' gegenüber einem [Vertreter der kanadischen Filmwirtschaft] war und man Camripping im Kino nicht als großes Problem ansehe". Der Text kann hier in voller Länge eingesehen werden.
Quelle: gulli
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