Nach Jahren des Studiums in Deutschland kehrt der Intellektuelle Anberber in seine Heimat Äthiopien zurück, die er nicht wiedererkennen kann. Unter dem marxistischen Regime von Haile Mariam Mengistu hat sich das Land seiner Jugend in einen Ort des Chaos verwandelt. Die Junta weiß es zu verhindern, dass er seine medizinischen Kenntnisse zur Anwendung bringt, weil sie Wissenschaftler zu ihren eigenen Zwecken missbraucht. Inmitten der Kämpfe zwischen Militär und Rebellen muss Anberber eine Entscheidung treffen.
Der äthiopische Filmemacher
Haile Gerima gilt als führende filmische Stimme seines Heimatlandes, der seine Werke als Korrektiv für falsche Darstellungen von Schwarzafrikanern in westlichen Ländern ansieht. Mit seinem neuesten Werk - eine Koproduktion mit Deutschland - wirft der 62-jährige Regisseur, der 1993 mit "Sankofa" im Wettbewerb der Berlinale vertreten war, abermals einen sehr persönlichen Blick auf die Situation in seiner Heimat.
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