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Sleeping Dogs
Das asiatische GTA in der Vorschau

(Image)Lange Zeit war Rockstar mit dem Grand Theft Auto Franchise recht alleine im Openworld-Gangster Genre. Nun wagt Square Enix mit Sleeping Dogs den direkten Angriff und will dabei vieles besser machen als die Konkurrenz, die sich gerade mit Grand Theft Auto IV sehr auf ihren Lorbeeren ausgeruht hatte. Ob das Spiel Potential hat gegen den Altmeister zu bestehen, möchte ich hier erörtern.
Wir starten mit der Handlung. Diese ist recht schnell erzählt. In der asiatischen Metropole Hong Kong spielen wir Wei Shen. (Image)Dieser ist nicht nur ein harter Kämpfer und Freund edlen Stoffes, sondern auch Mitglied der Triaden. In der berühmt-berüchtigten Verbrecherbande ist er allerdings nicht ganz freiwillig. Zum einen ist er dort als Undercover-Cop, zum anderen möchte er so den Mörder seiner Schwester ausfindig machen - und natürlich der Justiz übergeben.
Ja, die Story hört sich erst einmal recht simpel und klischeehaft an, wird sich allerdings, wie beim großen Vorbild auch, durch zahlreiche weitere Charaktere und Nebenmissionen extrem ausweiten und so auch komplexer werden.
(Image)Man startet wohl als relativ mittelloser Gangster und Cop und arbeitet sich dann die Leiter hoch. Hierbei wird man wohl während des Spiels den bekannten sozialen Aufstieg erfahren - aus der Bruchbude in ein oder mehrere schöne Lofts, ganz wie in GTA.
Was sich jetzt auch schon erahnen lässt, sind die Spannungen zwischen dem Leben als Triade und dem Codex der Polizei. Auch wird Wei wohl von den Triaden verdächtigt werden, Cop zu sein, bzw. von der Polizei, Triade zu sein. Wie dieser Konflikt dann spielerisch gelöst wird, wird definitiv sehr spannend und komplett neu für diese Art von Game sein.


Ein weiterer spannender Punkt ist das asiatische Setting. Wo GTA immer "fiktive" Metropolen hat, wird hier direkt auf Hong Kong verwiesen. Die Stadt ist eine der pulsierendsten Metropolen der Welt und wird stark durch den krassen Gegensatz von bitterarm und stinkreich bestimmt.
(Image)Das wollen die Entwickler auch so im Spiel umsetzen und bieten eine sehr lebendige Atmosphäre auf den Straßen. Überall passiert etwas, die Menschen wirken sehr realitätsnah.
Aber nicht nur die Passanten sollen an Hong Kong erinnern.Auch die grellen Neonröhren, die versifften Slums und die protzigen Bonzenlofts tragen zu der Atmosphäre bei. Der Verkehr auf den Straßen ist hektisch, alles wirkt überfüllt und nicht so steril wie bei anderen Games. Die engen, verwinkelten Gassen und majestätische Alleen dürfen natürlich auch nicht fehlen.
(Image)Hong Kong ist eine Stadt der Gegensätze und das soll das Spiel auch vermitteln. Sleeping Dogs ist auch eines der ersten größeren Publikationen, die - obwohl sie natürlich auch auf dem westlichen Markt erfolgreich sein wollen - eine asiatische Großstadt als Handlungsschauplatz nehmen. Das ist eine willkommene Abwechslung zu den Genre-Kollegen, bei denen man sich doch meistens durch die USA ballert. Das Setting ist frisch und ansprechend - beste Voraussetzungen also.


Weiter geht es mit dem Gameplay. Sleeping Dogs wird in der Third-Person Perspektive gespielt. Das wichtigste Gameplay Element ist dabei das Kampfsystem. Hierbei gibt es ganz GTA-typisch natürlich die Schießereien, bei denen wir in Deckung gehen und uns dann über die Feinde hermachen.
Allerdings legt man hier einen viel größeren Wert auf den Nahkampf. Dafür kann Wei im Spiel eine ganze Reihe Martial-Arts-Techniken erlernen, (Image)mit denen er sich dann durch die Gegnermassen prügelt. Das geht sehr flott und geschmeidig von der Hand und erinnert ein wenig an Batman - kein Wunder, das Square Enix Studio London war an Batman: Arkham Asylum beteiligt.
In diesen Kämpfen kann man nicht nur eine Reihe zuvor erlernter Kombos anbringen, sondern auch die Umgebung effektiv in den Kampf einbeziehen.
Dabei soll die Brutalität allerdings stark über westlichen Standards liegen. (Image)So kann man Gegner in Ventilatoren drücken und sie so zerstückeln, dieselben an Fleischhaken aufhängen oder zersägen etc. Die Menge an Blut ist dabei auch überdurchschnittlich hoch, sodass es sehr fraglich ist, ob Sleeping Dogs uns ungeschnitten erreicht.
Auf jeden Fall wird sich das Kampfsystem schon durch den Fokus auf den Nahkampf stark von dem anderer Vertreter unterscheiden.


Ein weiterer großer Punkt im Spiel werden Autorennen bzw. das Fahren an sich sein. Wer hat nicht in Grand Theft Auto: San Andreas Stunden damit verbracht, durch die Landschaft zu cruisen? Um dieses Gefühl auch hier zu haben, hat Square Enix ein paar Ex-Mitarbeiter von EA Blackbox, (Image)dem Studio hinter Need for Speed: The Run, zu sich geholt. Die Gefährte steuern sich präzise und verfügen über eine recht gute Fahrphysik. Das war ja eines der großen Probleme bei GTA IV, bei dem sich alles eher schwammig anfühlte. Auch anders ist der Linksverkehr, der in Hong Kong, wie in allen ehemaligen britischen Kolonien, herrscht. An diesen muss man sich dann erst einmal gewöhnen, bevor man sich in das Großstadtgetümmel der Straßenschluchten stürzt.
Wie schon erwähnt, sollen auch Rennen mit dem fahrbaren Untersatz wichtig für das Spielgeschehen sein, sodass wir uns darauf definitiv freuen können.

(Image)Sleeping Dogs wird aber auch über ein Erfahrungssystem verfügen, mit dem man dann Zugriff auf verschiedene Fähigkeiten erhält. Dabei gibt es drei Arten von EXP. Die Triaden-XP erhält man für erfolgreiche Missionen der Gangster, die Polizei-XP für Aktionen für die Gesetzeshüter. Überparteilich ist die Face-XP, die das generelle Ansehen widerspiegelt.

Auch sollte man die leckeren Angebote an den zahlreichen Imbissständen nicht ignorieren. Denn die Mahlzeiten verschaffen Wei bestimmte "Buffs", also Spezialeigenschaften für eine kurze Zeit. So kann man beim Schlagen mehr Schaden machen oder die Verteidigung erhöhen.


Ich freue mich sehr auf Sleeping Dogs. Es ist eine willkommene Abwechslung im amerikanisierten Genre und bietet viele Zusatzfunktionen und interessante Ansätze. GTA hat sich zu lange auf seinem Thron ausgeruht und der letzte Titel konnte mich überhaupt nicht überzeugen. (Image)Square Enix präsentiert mit Hong Kong eine sehr interessante Metropole, die man so noch nicht in Spielen gesehen hat. Das Setting ist also unbekannt und das macht das Spiel nochmal interessanter. Auch die geschmeidigen Kämpfe und der Fokus auf den Autos gefallen mir sehr gut, denn ich war enttäuscht von der Fortbewegung in GTA IV. Ob das hohe Level an Brutalität allerdings sinnvoll ist, bleibt noch abzuwarten. Denn anscheinend gibt sich SE, wie andere Studios vorher auch schon, der Illusion hin, dass mehr Gewalt und Blut automatisch ein besseres Spiel erzeugen. Das ist für mich definitiv nicht der Fall, vielleicht für die 12jährigen, die sich das von ihrer Oma dann kaufen lassen.
Ich freue mich also sehr auf dieses Spiel und bin gespannt, wie Rockstar darauf reagieren wird.

(Image)Sleeping Dogs wird am 14. August in den USA und am 17. bei uns für den PC, die PlayStation 3 und die XBox 360 erscheinen.
Die PC Version kostet im Moment 46€, die Konsolenversionen 55€ auf Amazon.de.

Wie ist euer Eindruck von Sleeping Dogs? Ist das etwas für euch oder bleibt ihr bei Grand Theft Auto?

Artikel auf Gamestar:
Niko Bellic süß-sauer | Mit GTA nach Hongkong | GTA trifft John Woo
Weitere Bilder sind auf der offiziellen Seite verfügbar sowie auf gamestar.de, wovon auch die oben gezeigten Screenshots stammen. Mehr Videos gibt's im YouTube Channel.


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Chrissik
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Chrissik
26. Jul 2012, 09:48 Uhr
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