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Spotify und die Künstler
Perfektes Modell oder nur Zwischenlösung?

(Image)Im Kampf gegen Downloader schien die Medienindustrie in den letzten Monaten endlich ein Modell entwickelt zu haben, für das die Leute in Scharen bezahlen wollen: Der Streaming-Dienst Spotify erfreut sich immer mehr Nutzer. Doch welchen Anteil der Gebühren bekommen eigentlich die Künstler? Und was ist mit kleinen Newcomern?
Innerhalb der Jahre 2011 und 2013 nahm die Anzahl der zahlenden Kunden des Streaming-Dienstes Spotify kontinuierlich zu - von zwei auf ganze sechs Millionen. Und das Modell machte Schule: Google, Apple und andere bauten jeweils ein ähnliches, eigenes Angebot auf und gewannen auch hier viele zahlende Kunden. Endlich schien das Problem mit den bösen Downloadern gelöst. Jeder konnte sich zu einem fairen Preis Zugriff auf so ziemlich jedes Lied erkaufen. Eine Möglichkeit, die jahrelang herbeigesehnt worden war.

Schaut man sich aber die Höhe an die Künstler ausgeschütteten Tantiemen an merkt man schnell, dass etwas nicht stimmen kann. Daft Punk, die mit ihrem Sommerhit 'Get Lucky' den Rekord von 100 Millionen gespielten Titeln bei Spotify knackten, bekamen dafür nur knapp 10.000 Euro. Die beiden DJs werden sicherlich nicht am Hungertuch nagen und deswegen auch nicht Pleite gehen - aber was ist mit unbekannten Newcomern, die nur 10.000 Plays haben? Die haben das Nachsehen und keine Chance, einen nennenswerten Teil vom Kuchen abzubekommen.

Doch woran liegt das? Eine mögliche Erklärung sind die seit 2011 immer weiter steigenden Kosten, die Spotify pro Stream von der Industrie in Rechnung gestellt bekommt. Die großen Labels bekommen also immer mehr, steigende Nutzerzahlen helfen aber den kleinen Künstlern kaum. Und wer kauft schon eine CD, wenn er doch auf Spotify alles hat.

Also doch einfach wieder irgendwo herunterladen? Das wäre auch zu einfach - immerhin sieht die Industrie, dass Nutzer auf ein legales Angebot eingehen. Doch kann die Entwicklung so nicht weitergehen, sondern es werden vermutlich immer mehr Künstler Spotify und Konsorten den Rücken zudrehen - wie es zum Beispiel Radiohead schon gemacht hat. Oder Bands wie Rammstein oder ACDC, die von Anfang an gar nicht mitgemacht haben. Und je mehr die Auswahl schrumpft, desto weniger Kunden sind bereit, zu zahlen. Ein Teufelskreis?

Was haltet ihr davon? Würdet ihr höhere Preise akzeptieren? Und wie wird die Entwicklung weitergehen?

via.

Chester
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Chester
25. Aug. 2013, 20:34 Uhr
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